GYMNASIUM FÜRSTENRIED
Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium
07.12.2016: Exkursion zur Druckerei Fibodruck in Neuried

Am Mittwoch, den 7.12.16, sind wir, die Klasse 7a des Gymnasiums Fürstenried, zusammen mit Herrn Körner und Herrn Glück mit dem Bus nach Neuried gefahren, um dort an einer Führung durch die Druckerei Fibodruck teilzunehmen. Anlass zu dieser Exkursion bot unser aktuelles Projekt „Wir schreiben unser eigenes Sachbuch“. Diesbezüglich wollten wir uns infomieren, wie der Prozess zur Herstellung eines Sachbuches vollzogen wird.

In Neuried angekommen, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, welche durch die Büros der sogenannten Vorstufe und durch die Druckereihalle geführt wurden. Im Bereich der Vorstufe wurde uns vor Augen geführt, welche Vorbereitungen getroffen werden müssen, damit am Ende ein fertiges Produkt entstehen kann.

Zuerst wird ein Exemplar einer Broschüre den zuständigen Mitarbeitern zugeschickt, welche das Layout bearbeiten und die Broschüre auf Fehler hin untersuchen. Erst nach eingehender Prüfung kann die Broschüre zum Druck freigegeben werden.

Anschließend wurde der Klasse eine Maschine vorgestellt, die die Druckvorlage aus Aluminium herstellt, was mit Hilfe der vier Grundfarben rot, gelb, schwarz und blau geschieht.

Im Anschluss daran wurden wir in die Maschinenhalle geführt, wo man uns verschiedene Druckmaschinen zeigte. Außerdem wurde uns die Funktionsweise von Stanz- und Schneideapparaten anschaulich erklärt. Zuletzt sahen wir noch eine Apparatur, bei der die einzelnen Blätter eines Prospektes zusammengefasst, getackert und gestapelt wurden. Jede Schülerin und jeder Schüler bekam noch ein Paar Ohrstöpsel um den ohrenbetörenden Lärm in der Maschinenhalle Herr zu werden.

Abschließend begab sich die Klasse 7a wieder zurück zur Schule. Insgesamt war der Ausflug sehr interessant und lehrreich.

Die Klasse 7a

02.12.2016: Besuch des Münchner Volkstheaters

"Es eifre jeder seiner unbestochnen von Vorurteilen freien Liebe nach!"  

Diese Forderung aus Lessings „Nathan der Weise“  von Seiten des Musters an Toleranz und Aufgeklärtheit, Nathan, hat gerade im Zeitalter des religiösen Fanatismus eine Aktualität und Dringlichkeit, welche ihresgleichen sucht.

In diesem Zusammenhang besuchte die Klasse 10B am 2. Dezember 2016  die aktuelle Inszenierung des „Nathan“ im Münchner Volkstheater.

Das dramatische Gedicht handelt von dem Juden Nathan, der, als er von einer Reise zurückkehrt, erfährt, dass seine Tochter Recha fast eines Feuertodes beim Brand seines Hauses gestorben sei. Jedoch habe sie im letzten Moment ein christlicher Tempelherr gerettet. Im Laufe des Stückes verlieben sich Recha und ihr Retter, doch Nathan hat Vorbehalte gegenüber der Liebelei der beiden gegenüber.

Die geschilderte Rettungsaktion spielt in Jerusalem zur Zeit des Dritten Kreuzzuges (1189-1192), wobei Sultan Saladin das Geld für eine Fortsetzung des Krieges mit dem Kreuzfahrerheer fehlt und deswegen Nathan als möglichen Geldgeber auswählt. Der Sultan stellt dem Juden eine Falle und fragt ihn, welche der drei Weltreligionen der Islam, das Christentum oder das Judentum die wahre Religion sei. Nathan antwortet mit der sogenannten Ringparabel und schenkt dem Sultan schlussendlich das heiß ersehnte Geld aus freien Stücken. Am Ende des Dramas treffen sich Hauptfiguren im Palast des Sultans und es stellt sich heraus, dass Recha nur Nathans Adoptivtochter und der Tempelherr ihr Bruder ist. Außerdem sind die Geschwister die Kinder des verstorbenen Bruders des Sultans Saladin. Die Freude ist groß – denn damit bilden auch die drei Weltreligionen des Christentums, Islams und Judentum eine große, quasi weltumspannende Familie – und so endet das Stück.

Das Drama ist ein Paradestück der Aufklärung (1720-1890), deren Leitmotive Vernunft, Menschlichkeit und Toleranz die Säulen des Stücks bilden.

Die Inszenierung im Münchner Volkstheater steht unter der Regie von Christian Stückl und hat uns gefallen, besonders die heiteren Szenen haben uns dabei amüsiert. Allerdings wirkte das Stück gerade am Ende doch etwas durch seine Textlastigkeit langatmig und hätte nach unserem Geschmack gekürzt werden können.

Allerdings kann die Inszenierung anderen Lehrkräften und Klassen empfohlen werden, da die Thematik, namentlich die religiöse Toleranz, auch heute wieder hochaktuell ist und jedem Erdenbürger vor Augen geführt werden sollte. IS, Boko Haram, Pegida, die Anschläge auf Charlie Hebdo oder die neusten Ereignisse in Istanbul: In Anbetracht der politischen Weltlage, in der der Kampf der Religionen sich fatal verschärft und sich in menschenverachtendem Terror ebenso entlädt wie in dumpfen Ängsten und Vorurteilen, ist die Wiederbegegnung mit Lessings Toleranzparabel eine hochbrisante, hochspannende Angelegenheit.

Die Klasse 10B

24.11.2016: Exkursion der Klasse 7D in das Museum „Mensch und Natur“

Da wir uns in den vorherigen Stunden mit Vulkanen und Erdbeben in Europa und im globalen Maßstab auseinandergesetzt hatten , organisierte unser Geographielehrer, Herr Körner, eine Exkursion in das Museum „Mensch und Natur“ am Scloss Nymphenburg, wo wir in einer Führung zu den geologischen Grundlagen der Erde mehr über Vulkane und Erdbeben sowie zur Plattentektonik erfahren, als auch in einem Erdbebensimulator einige Erdbeben aus den vergangenen Jahren hautnah erleben konnten .

Am 24.11.2016 brachen wir  in Begleitung von Herrn Fischer und Herrn Körner ins Museum auf. Dort besprachen wir erst einmal die Grundlagen des Vulkanismus und wurden anschließend in zwei Gruppen aufgeteilt, die nacheinander in den Erdbebensimulator gingen, um die Erschütterungen vergangener Erdbeben am eigenen Leib erleben zu können. Gleichzeitig wurden im Simulator Videos zu den Auswirkungen der jeweiligen Beben gezeigt. Hiebei wurden der Klasse die verheerenden Ausmaße, wie beispielsweise einstürzende Häuser, Überschwemmungen und Großbrände auf eindrucksvolle Art und Weise vor Augen geführt.

Als wir im Simulator waren und die Kurzclips der Erdbeben Orte gezeigt worden sind , fing es mit den Simulationen an und wir mussten uns festhalten, um nicht hinzufallen, da die Erschütterungen teilweise sehr heftig ausfielen.Wir erlebten sogar ein Erdbeben der Stärke acht auf der Richterskala.

Währenddessen  verblieb die andere Gruppe im Museum und durfte sich frei im Gebäude aufhalten und die Dauerausstellung zur Geologie der Erde betrachten. Dabei erhielten wir die Möglichkeit, die Grundzüge der Plattentektonik und deren Auswirkungen in Form von Auffaltung von Gebirgen, der Entstehung von Erdbeben und Vulkanismus sowie der Bildung von Tiefseegräben auf Informationstafeln und in Form von Modellen nachzuvollziehen.

Nach der 90-minütigen Führung begaben wir uns per Bus wieder zurück zur Schule.

Die Exkursion war sehr informativ und ergänzte die im Unterricht behandelten Inhalte auf anschauliche Art und Weise.

28.10.2016: Exkursion der Klasse 8c in den Botanischen Garten - „Pflanzen der Wüsten und der Regenwälder im Vergleich“

Am 28. Oktober 2016 unternahmen wir, die Klasse 8c, gemeinsam mit Herrn Körner und Frau Jag eine Exkursion in den Botanischen Garten. Dort nahmen wir an einer Führung über Wüsten- und Tropenpflanzen teil, ein Thema, welches wir gerade erst im Unterricht besprochen hatten.

Zuerst bekam jede Schülerin und jeder Schüler den Arbeitsauftrag, eine Pflanze zu erfinden, die an bestimmte Begebenheiten angepasst sein sollte, wie beispielsweise an extreme Trockenheit oder an enormen Wasserüberschuss. Dann beschrieben wir Pflanzen der Wüste und deren Anpassungen an die klimatischen Verhältnisse. Anschließend erfuhren wir noch bedeutende Merkmale von Tropenpflanzen, weitere interessante Details über Pflanzen, die im Regenwald wachsen sowie Informationen über Eigenschaften von Wasserpflanzen.

Nach der Führung war jede Schülerin und jeder  Schüler selbst gefragt: Wir bearbeiteten in Vierergruppen eine Gewächshausrallye. In dieser ging es u. a. darum, einzelne Pflanzen anhand von Fotos zu erkennen sowie Merkmale bestimmter Pflanzen zu erarbeiten. Schließlich brachen wir wieder in Richtung Schule auf, aber jeder war um einige Erfahrungen und Wissen reicher.

 

von Carolin Hartleb und Eva-Maria Kastner

11.10.2016: Kreatives Schreiben - Workshop Poetry Slam der Klasse 10b

Poetry Slam. Was ist überhaupt Poetry Slam? Er bezeichnet das Vortragen von Texten vor Publikum auf eine schauspielerische Art und Weise in Form eines Wettbewerbs. Doch welche Texte sind dafür geeignet? Kurz gesagt: alle möglichen. Diese Texte können ganz verschiedene Inhalte zum Thema haben und in jegliche literarische Formen gepresst werden.

Manche dieser Texte sind traurig, andere wiederum sind sehr witzig.

Ein klassischer Poetry Slam läuft so ab, dass einzelne Poetry Slammer ihre Texte vor einem Publikum vortragen. Der „Slammer", der den größten Applaus von Seiten des Publikums erntet, gewinnt.

Unser Lehrer, Herr Körner, hat uns einen Workshop zum Thema Poetry Siam arrangiert. Bei diesem Workshop besuchten uns zwei renommierte „Poetry Slammer": Fee, die Landesmeisterin der U21-Jährigen und mittlerweile Buchautorin, sowie Carmen Wegge.

Zunächst vermittelten uns die beiden, was Poetry Slam denn sei, indem sie uns zwei Videos zeigten, darunter jeweils ein trauriger und ein witziger Slam. Daraufhin wurden wir von den beiden Workshop-Leiterinnen in zwei Gruppen in unterschiedlichen Klassenzimmern aufgeteilt. Wir starteten mit einer Kennenlernrunde. Es folgte eine Lockerungsübung, bei der wir ohne zu sprechen im Klassenzimmer umher spazieren sollten. Nach einiger Zeit wurde die Übung so abgeändert, dass wir auf Dinge zeigen und deren Namen sagen sollten. Diese Übungen dienten dazu, sich seinen großen Wortschatz vor Augen zu führen.

Im Anschluss daran wurde uns die Aufgabe gestellt, ein Gedicht über die Person zu unserer Linken mit positiven Eigenschaften zu füllen, am besten in der Kombination mit einem Doppelreim. Also fingen wir an zu schreiben. Nach kurzer Zeit wurde die Frage gestellt, wie viele Verse es den werden sollten. Die Antwort zeigte auf, was Poetry Siam tatsächlich bedeutet. „Ist egal", antwortete Fee. Die Ü g endete damit, dass die meisten Schülerinnen und Schüler erkannten, was die wahre Schwierigkeit in Bezug auf den Poetry Slam werden würde: das Vortragen.

Als nächste Übung sollten wir einen fiktiven Filmtitel auf einen Zettel schreiben, um ihn dann zwei Personen nach links weiterzugeben. Warum wir das machen sollten? Um einen Text über eben den fiktiven Filmtitel zu schreiben, den wir bekommen hatten. Während des Schreibens wurde uns endlich klar, was es tatsächlich bedeutet, Poetry Slam-Texte zu schreiben. Es wurde uns klar durch die Antworten auf unsere Fragen, die wir stellten. „Müssen wir uns genau an die Überschrift halten?" „Nein!" „Wie lang soll der Text sein?" „Egal!" „Darf er sich reimen?" „Unwichtig." Was bedeuteten diese Antworten? Dass es sich um eine sinnlose Texterei handelte? Nein! Es hieß Freiheit, Freiheit zu schreiben, wie und was einem gefällt und um es zu präsentieren, wie es einem gefällt.

Als wir unsere Texte fertiggestellt hatten, der Schock! Wir sollten unsere Texte vor der Gruppe und anschließend vor der gesamten Klasse präsentieren! Nach dem ersten Text bekamen wir neue Instruktionen, wie wir denn am besten vortragen sollten: Emotionsgeladen, möglichst frei und durch Modulation der Stimmlage. Wir versuchten dies umzusetzen, was auch immer besser klappte, woraufhin wir noch weitere Texte schrieben.

Jetzt stellten freiwillige Schülerinnen und Schüler einen Text ihrer Wahl vor. Die Person, welche den meisten Applaus erntete, sollte zum Sieger gekürt werden. Der glorreiche Sieger hieß OMAR! Damit endete der Workshop.

 

Klasse 10b