Besuch der Sonderausstellung „Kindheit am Nil“

Am Donnerstag, den 27.11.2025 unternahm die Klasse 6d unseres Gymnasiums in Begleitung von Herrn Ofenbeck und Herrn Beller eine spannende Exkursion zur Sonderausstellung „Kindheit am Nil“ im Staatlichen Museum für Ägyptische Kunst in München.

Nach dem Unterricht machten wir uns gemeinsam auf den Weg und fuhren mit der U-Bahn bis zum Odeonsplatz. Von dort spazierten wir durch das weihnachtlich geschmückte München, was schon für eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre sorgte. Die Vorfreude auf die Ausstellung stieg mit jedem Schritt.

Im Museum angekommen, wurden wir von unserer Museumsführerin begrüßt. Die Kosten für die Führung wurden dankenswerterweise vom Förderverein übernommen. Während der Führung bekamen wir faszinierende Einblicke in den Alltag ägyptischer Kinder vor mehreren tausend Jahren.

So erfuhren wir etwa, dass ägyptische Kinder im Vergleich zu heute mit sehr wenigen Kleidungsstücken auskommen mussten – meist besaßen sie nur 3–4 Oberteile, während bei uns oft 20 oder mehr im Schrank hängen. Besonders interessant war der Einblick in die Ernährung im Alten Ägypten: Diese war überwiegend gesund und pflanzlich, reich an Früchten, Nüssen und Getreide. Fleisch gab es nur selten, und dann meist nur für den Adel.

Erschreckend wirkten die Zahlen zur damaligen Kindersterblichkeit: Rund 20 % der Kinder starben bereits im Säuglingsalter, weitere 30 % vor dem fünften Lebensjahr. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag insgesamt nur bei 30 bis 35 Jahren. Umso beeindruckender war es, dass die Kinder schon früh Verantwortung übernahmen. Bereits mit 5 oder 6 Jahren halfen sie bei der Betreuung jüngerer Geschwister oder arbeiteten auf dem Feld mit.

Auch über das Bildungswesen erfuhren wir Spannendes: Nur etwa 1 von 100 Kindern durfte überhaupt eine Schule besuchen – dieses Privileg war den Eliten vorbehalten.

Ein Höhepunkt der Führung war das Kapitel über das ägyptische Totengericht. Besonders fesselnd fanden die Schülerinnen und Schüler die Erzählungen über den Glauben an das Weiterleben nach dem Tod und natürlich die echte Mumie, die in der Ausstellung zu sehen war.

Den Abschluss des Besuchs bildete ein kreativer Workshop. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler zunächst, wie man seinen Namen in Hieroglyphen schreibt. Anschließend durften sie ihren Namen oder andere kleine Botschaften mit Tinte auf echten Papyrus übertragen – ein Erlebnis, das viele begeistert als Andenken mitnahmen.

Gegen 18 Uhr waren alle Schülerinnen und Schüler wieder wohlbehalten zurück – mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Informationen und einem kleinen Stück „Altägypten“ im Gepäck. Die Exkursion war für die gesamte Klasse 6d ein lehrreicher und abwechslungsreicher Ausflug, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Text: Andreas Ofenbeck

Bilder: Gymnasium Fürstenried