Europa intensiver erleben!

Zum ersten Jahr ist das Gymnasium Fürstenried Teil der Erasmus+-Familie! Dank des Konsortiums der Stadt München, koordiniert durch das Pädagogische Institut (PI), konnten ab 2025 sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler Europa noch intensiver erleben.

Das Programm ermöglicht allgemeinbildenden Schulen und Kitas seit 2022 einen vereinfachten Zugang zu Erasmus+-Fördermitteln für europäische Projekte und Mobilitäten. Dadurch werden Austauschprogramme sowie Fortbildungen für Personal und Lernende deutlich erleichtert.

Im Mittelpunkt von Erasmus+ stehen wichtige Zukunftsthemen wie soziale Inklusion, der grüne und digitale Wandel sowie die Förderung der demokratischen Teilhabe junger Menschen. Ziel ist es, Europa nicht nur theoretisch im Unterricht zu behandeln, sondern aktiv erlebbar zu machen.

Für die mehrwöchigen Mobilitäten in den Partnerländern, die größtenteils durch Erasmus+ finanziert werden, werden abwechslungsreiche Aktivitäten im Rahmen der jeweiligen Projekte organisiert. Diese sind oft praxisnah gestaltet und ermöglichen den Teilnehmenden, andere Kulturen, Schulen und Arbeitsweisen kennenzulernen.

Aktuelle Partnerschulen befinden sich in Italien und Frankreich. In Italien liegt der Schwerpunkt im Bereich der Demokratiebildung. Das Thema „Antimafia und Legalität“ hat den diesjährigen Austausch besonders geprägt. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich dabei intensiv mit dem Thema auseinander – beginnend mit einer Einführung in die Geschichte von Mafia und Antimafia. Es folgten eindrucksvolle Besuche, unter anderem in den ehemaligen Ghettos von Venedig sowie in den Gefängnisräumen des Palazzo Ducale.

Ein weiterer Programmpunkt war der Film Liberi di scegliere über ein Projekt, das Kinder aus Mafia-Familien unterstützt und ihnen neue Lebensperspektiven ermöglicht. So konnten die Teilnehmenden das Thema aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen und kritisch reflektieren.

Im Anschluss arbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Austauschpartnern an Projekten in Deutschland weiter. Dabei entstanden unter anderem Poster, Videos und Banner, in denen die Ergebnisse kreativ verarbeitet und präsentiert wurden.

Kreativ gearbeitet wurde auch beim Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Paris. Wie erlebt man München oder Paris, wenn man nicht einfach nur als Tourist unterwegs ist? Genau dieser Frage gingen Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen im Erasmus+-Projekt „Walking Cities Through Young Eyes – Munich and Paris on Foot“ nach. Gemeinsam entdeckten die Austauschpartner die beiden Städte zu Fuß und schauten dabei mit unterschiedlichen „Brillen“ auf ihre Umgebung: Wo begegnen uns Nachhaltigkeit, Demokratie, Inklusion oder kulturelle Vielfalt im Alltag?

In deutsch-französischen Teams erkundeten die Jugendlichen Sehenswürdigkeiten, Stadtviertel und öffentliche Räume, verglichen ihre Eindrücke und hielten ihre Beobachtungen in digitalen Stadtrouten und auf einer Taskcard fest – von Jugendlichen für Jugendliche. So entstanden. nicht nur spannende Einblicke in München und Paris, sondern auch viele neue Perspektiven auf Europa, das Zusammenleben in Städten und die eigene Lebenswelt.

Nicht nur für die Schülerinnen und Schüler ist dies ein Gewinn: Auch für interessierte Lehrkräfte und das weitere schulische Personal bietet Erasmus+ eine wertvolle Möglichkeit, neue Ideen zu sammeln und sich fachlich weiterzubilden.

Im Schuljahr 2025/2026 hatten bereits zwei Lehrkräfte die Gelegenheit, an Fortbildungen in Irland und Frankreich teilzunehmen. Dabei konnten sie neue Unterrichtsmethoden kennenlernen, internationale Kontakte knüpfen und Impulse für den eigenen Schulalltag mitnehmen.

Erasmus+ macht Europa im Alltag erlebbar und verbindet Menschen über Grenzen hinweg!

                                            

Text: MAR / RAV

Bilder: Gymnasium Fürstenried, SDG-Icons