Metamorphosen in der 10e

(Beispiele kreativer Umsetzungen zu den Metamorphosen Ovids)

Bevor die jetzige 10e über die Sommerferien eine Metamorphose in richtige Oberstufenschüler durchmachen wird und manch einer vielleicht nie mehr der hehren Sprache eines Cicero, eines Seneca oder eines Ovid lauschen wird, beschäftigte sich die Klasse von Januar bis Mai mit dem gleichnamigen Monumentalwerk des lateinischen Dichters.

Wir lasen von einer wunderschönen Frau, die zu einem Baum wurde, von einem Erfinder, der durch imitatio Federn in Flügel verwandelte und von einer Rückholaktion aus der Unterwelt, die sich aber ebenso wie die geplante mündliche Schulaufgabe – sehr zum Leidwesen von Orpheus und der Klasse – in Nichts auflöste. Daher war umso mehr Zeit, sich mit diesem – meiner Meinung nach – wirkungsmächtigsten Werk der lateinischen Literatur kreativ auseinanderzusetzen. Man findet in keiner Stadt der Welt (der Hyperbel bedient sich unser Autor auch des Öfteren!) keine (auch der Litotes!) Abbildung mit mythologischem Sujet, die nicht ihr „Aition“ (~Ursprung) in den Verwandlungs-geschichten Ovids hat.

Daher nahm es auch nicht wunder, wenn sich die SchülerInnen mit Ideen übertrafen. So wie Ovid in seinem Epos verschiedene Gattungen ineinander webt, wurden in einer Collage zu „Apoll und Daphne“ unterschiedliche Materialien metamorphisiert. Zudem fand sich auch eine „Icaria“, die mit IHREN Flügeln sicherlich nicht der Grund gewesen wäre, einer Absturzstelle einen neuen Namen zu verleihen. Auf die Transformation zweier Schüler in echte Hip-Hopper darf man gespannt sein…

(Kgl)

Collage zu Apoll und Daphne
Icaria“
Cover „Apollo und Daphne“
Song „Apollo und Daphne“

Text zum Lied „Apoll und Daphne“

Es war einmal vor langer, langer Zeit,
da stritt sich die ein oder andere Gottheit.

In unserm Fall geht`s um Apoll und Amor,
sie versetzen die Nymphe Daphne in Timor.

Doch um diese Story zu begreifen,
müssen wir erstmal etwas ausschweifen.
Die beiden gerieten in Streit
und hielten ihre Waffen bereit

„Jo, Amor, du kleiner Götterknabe,
Im Vergleich zu mir bist du miserabel!
Mit einem Pfeil hab ich den Phyton erlegt!
Guck nicht so, sonst wirst du niedergelegt!
Apollo, dein Bogen mag schon alles treffen,
Doch meiner wird dich sofort im Herz verletzten!
Einer aus Gold und
einer aus Blei
Beides Volltreffer und dein Leben ist vorbei.


Und so kam es,
dass Amor seine Pfeile zog.
Diese wurden gleich verschossen,
kurzerhand auf Daphne.
Der achso ruhmreiche Gott
War verliebt außer Frage.
Doch um genauer zu versteh`n, versetzten wir uns erstmal in seine Lage:

Wenn ich dieses Mädchen seh,
kann ich nicht mehr aufhören.
Ich muss an sie denken,
Endorphine singen aus allen Chören,
Ihre Augen funkeln wie feurige Sterne
und sie liefern mir die nötige Wärme
Ich lob sowohl die Finger als auch die Hände
“Laudo digitosque manusque”
(Ihre Schönheit unbeschreiblich) ich glaube ich erblende.

Meine Triebe spielen verrückt.
Mein Herz spielt verrückt.
Mein Kopf spielt verrückt.
Ich liebe Daphne. (2x)

Doch Daphne wurd` getroffen vom Pfeil aus Blei,
ewige Jungfrau, jede Liebe bricht entzwei!

Und Daphne, sie hat Angst und sie rennt weg,
in den Wald, denn sie sucht nach einem Versteck.
Über Stock und über Stein, rennt alle Wege klein.
Eine wilde Jagd wie bei Wolf und bei Schaf
Apoll rennt ihr nun hinterher: “Ich tu dir nichts, mein Zuckerbär”
Daphne schaut sich um
schaut ihm ins Gesicht
Und sagt: „Ich seh` ein wildes Tier
Interlege!
Ich will nix von dir!“

Apollo kommt näher –  
zwei, drei Meter.
Bevor er sie berühren kann,
dreht sie sich zum Himmel
als ihres Vaters Untertan.
Sie Fleht : „Vater,
Erfülle mir diesen Wunsch
Verwandle mich in `nen Baum!
Apoll hält sich kaum in Zaum.

Ihr Vater
blickt schweren Herzens auf sie herab;
sagt: wir hätten noch so viel Zeit gehabt
Doch deinen letzten Herzenswunsch
erfüll ich dir mit Freuden!
Ich versprech` dir, meine Liebe, ich werd` von dir träumen
Zwei Sekunden später ist´s getan
Daphnes Aussehen nun
dem Lorbeerbaum nahe kam.

Apollo bleibt stehen ,
geschockt vom Geschehen,
pflückt sich einen Kranz
und trägt ihn in Ehren

Er drehte sich um und begann zu flehen:
„Amor !
Was ist denn geschehen?
Diesen Lorbeerbaum
Halt ich in Ehren!“

(Text und Musik: Sebastian Grimm und Moritz Mettenleiter)

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