GYMNASIUM FÜRSTENRIED
Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium
Mediatoren?

Es handelt sich bei dieser Schülergruppe um ausgebildete Streitschlichter, die als Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler der Unterstufe bei auftretenden Konflikten eine Schlichtung durchführen können. Darüber hinaus haben sie noch weitere Aufgabengebiete.

 

Ausbildung

Alle zwei Jahre werden sozial engagierte Schülerinnen und Schüler in der 8. Jahrgangsstufe zu Mediatoren ausgebildet. Die Ausbildung startet mit einem Ausbildungswochenende auf der Burg Schwaneck in Pullach, bei dem sich die zukünftigen Mediatoren zunächst als Gruppe kennenlernen; u.a. sind erlebnispädagogische Einheiten Teil des Ausbildungsprogramms. Am Abend werden pädagogisch wertvolle Spiele vermittelt, die im späteren Aufgabenbereich der Mediatoren wieder Anwendung finden, wie beispielsweise im Schullandheim oder in den Zfu-Stunden. Im Hinblick auf die spätere Arbeit ist es entscheidend, dass sich die Mediatoren untereinander gut kennen und vertrauen können. Auch die bereits amtierenden Mediatoren sind beim Ausbildungswochenende dabei, sodass eine Weitergabe der Erfahrungen der geübten Streitschlichter gewährleistet ist. Natürlich werden dabei bereits Konfliktsituationen thematisiert, Arten von Konflikten und deren Ursachen, sowie Lösungsstrategien erörtert und ein Blick auf den grundsätzlichen Ablauf einer Streitschlichtung geworfen.
Im Laufe der Ausbildung, die sich über ein Schuljahr erstreckt, werden der Ablauf einer Schlichtung trainiert sowie die theoretischen Grundlagen im Konfliktmanagement vermittelt.

 

Einsatz

Die Streitschlichter sind nach ca. einem Jahr soweit ausgebildet, dass sie ihren Dienst antreten können. Das Aufgabengebiet ist mannigfaltig.
Zu Beginn des Schuljahres begleiten je zwei Mediatoren eine 6. Klasse ins Schullandheim, um neben den Lehrern Ansprechpartner für die Sechstklässler zu sein und so nicht nur bei Konflikten, sondern auch bei anderen auftretenden Schwierigkeiten, die bei einer Woche fernab der Heimat vereinzelt auftreten, Beistand leisten zu können.
In den Pausen sind die Mediatoren in Schichten eingeteilt, sodass immer eine Gruppe am Mediatoren-Tisch zu finden ist, falls ihre Hilfe benötigt wird. Bei auftretenden Konflikten können sofort Termine für eine Schlichtung ausgemacht werden. Auch wenn Lehrer auf Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern der Unterstufe aufmerksam werden, können diese die Schüler auffordern, zu den Mediatoren zu gehen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Schlichtung ist jedoch, dass beide Streitparteien an einer Schlichtung interessiert sind. Daher ist dies grundsätzlich eine Frage zu Beginn jeder Schlichtung.
Nicht zum Aufgabengebiet der Mediatoren zählen dagegen schwerwiegende Mobbingfälle. Für diese ist unser Schulsozialpädagoge Michael Leibfried zuständig.
Zusätzlich zu diesem Aufgabenfeld führen die Mediatoren in den 5. Klassen während der Zfu-Stunden das "Erwachsen werden" Programm durch. Dabei handelt es sich um ein Programm, das der Persönlichkeitsstärkung der Schülerinnen und Schüler dienen und dabei soziale und kommunikative Kompetenzen fördern soll. Die durch ihre Ausbildung geschulten Mediatoren sind dabei besonders geeignete Kräfte, da sie noch „näher dran“ an den Schülern sind und deshalb viel Verständnis für die jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler zeigen.

Aufgrund dieser vielfältigen Aufgabengebiete sind die Mediatoren ein wichtiger Teil der Schulgemeinschaft am Gymnasium Fürstenried. Sie tragen ihren Teil zur positiven Atmosphäre in unserer Schule bei.

                                                                             (Jutta Krüsken, Marco Wirrer)

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