GYMNASIUM FÜRSTENRIED
Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium
6. Klassen: Vorlesewettbewerb 2016

Am 09.12.2016 war es wieder soweit: Der traditionelle Vorlesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufen, initiiert vom Börsenvereins des deutschen Buchhandels, fand an unserer Schule statt und bot den 6. Klassen sowie den begleitenden Lehrkräften für gut zwei Stunden literarische Unterhaltung auf hohem Niveau. Vorausgegangen war dem Vorlesewettbewerb auf Schulebene ein Wettbewerb auf Klassenebene, bei dem alle Sechstklässler selbstgewählte Texte vorgelesen und anschließend jeweils zwei Klassensieger gekürt hatten. Alle beim Schulentscheid vorlesenden Schüler zeigten nun, dass sie in der Lage sind, lustige oder spannende Jugendbücher so fesselnd zu präsentieren und vorzulesen, dass die Zuhörer am liebsten gleich weitergelesen hätten.

Eine Besonderheit des diesjährigen Vorlesewettbewerbs bestand aus der Pausengestaltung: Während sich die Jury zur – schwierigen – abschließenden Beratung zurückzog, performten drei Schülerinnen der Improvisationstheatergruppe von Frau Schurli auf der Bühne und bezogen alle Zuschauer in die spontan entstanden Minitheaterstücke mit ein, sodass viel gelacht wurde. Herzlichen Dank dafür!

Es fiel der Jury, bestehend aus Clemens Erken, dem Vorjahressieger, der es bis zum Bezirksentscheid in Rosenheim geschafft hatte, Frau Hausdorf als Vertreterin des Elternbeirats sowie der Deutschlehrerin Frau Brosseder, alles andere als leicht, einen Sieger zu küren und sie hätte am liebsten noch einmal ein Stechen lesen lassen. Letztendlich konnte sich aber eine Schülerin aus der Klasse 6b als Gewinnerin des Schulentscheids durchsetzen, gefolgt von einer Schülerin aus der 6f und einem Schüler der 6e. Herzlichen Glückwunsch! Die drei Kandidaten konnten ihre Zuhörer sowohl in der ersten Vorleserunde beim Vorstellen und Vorlesen ihres selbstgewählten Textausschnitts als auch in der zweiten Runde überzeugen, in der ein unbekannter Text vorgelesen werden musste. Unsere Schulsiegerin wird das Gymnasium Fürstenried nun beim Stadtentscheid vertreten. Wir wünschen ihr viel Erfolg!

5. Klassen und 6f: Theaterbesuch „Robin Hood“ (Residenztheater)

„Kerker, Folter, Tod“, „Eine Praline!“ oder „Yuppi Du, Yuppi Du, Yuppi Duu!“ – Das sind Zitate, die wohl allen Schülern, die im Januar 2017 die Robin-Hood-Aufführung des Residenztheaters sahen, noch lange in Erinnerung bleiben werden. Was sie daneben sonst noch lustig, spannend, interessant oder schön an der Inszenierung fanden, erzählen sie hier:

Die Amme war die Allerbeste, denn sie spielte alles richtig super. Sie wurde von einem Mann gespielt und die dicke Amme räkelte sich immer genussvoll wie eine Katze nach einer Praline.

Die Schauspieler faszinierten mich mit ihrer unterhaltsamen und modernen Schauspielerei. Es gab viele lustige, aber auch unerwartete Szenen, in denen z.B. ein echtes Pferd auf die Bühne machte oder der Kollege des Sheriff singend über die Sitzreihen klettert, nachdem er einen Spezialtrank getrunken hatte. Er war am lustigsten von allen und cool war auch sein Lied „Yuppi Du“.

Ich fand gut, dass das Theaterstück in unsere Zeit versetzt wurde und der König mit seinem vielen Geld alle Autobahnen, das Internet, „Messi“ und „Ronaldo“ kaufen wollte. Es hat aber trotzdem gut gepasst, dass sich die Figuren wie im 12. Jahrhundert benahmen, zum Beispiel wurde Robin Hood in ein Verlies gesteckt und es wurde mit Pfeil und Bogen gejagt.

Erstaunlich fand ich auch die Technik, wie z.B. ein Haus weggefahren ist oder eine riesige Burg aus dem Boden hochgefahren wurde und sich gedreht hat, denn ich kann mir nicht vorstellen, wie das alles geht.

Der Kampf in Zeitlupe zwischen John Little und Robin Hood war super!

Ich fand das Pferd beeindruckend, denn es ist selbst bei dem lauten Applaus stehen geblieben. Aber ich hatte auch ein bisschen Mitleid mit ihm.

Es gab Leute, die als Bäume verkleidet auf Riesenstelzen liefen.

Ich fand das Stück nicht so spannend, aber dafür war es megawitzig, zum Beispiel, als die Pfeile im Po des Sheriffs steckten.

Die Explosion, die von Scarlet Will hervorgerufen wurde, was toll!

Mir hat richtig gut gefallen, dass es so heitere Lieder gab, aber auch dass der Sheriff mit seinen finsteren Liedern Abwechslung in die Aufführung brachte. Allgemein konnten alle Schauspieler unglaublich gut singen. Das Publikum wurde nicht ignoriert, die Schauspieler interagierten sozusagen ein wenig mit ihm.

Ich fand es wunderbar, dass die Stühle so bequem waren. Ich mag es nicht, wenn man in einer Aufführung sitzt und die Stühle unbequem sind.

Es kamen Witze mit unserer heutigen Generation vor. Mir gefiel der Witz über Donald Trump, weil er ja eigentlich wahr ist. Da wurde gefragt: „Und was kommt dabei [= freie Wahlen] heraus?“ – „Donald Trump!“

Mir hat alles gut gefallen und von den Rollen mochte ich Maid Marian und Robin Hood am liebsten. Das Theater war wirklich spannend und ich habe richtig mitgefiebert. Es war schön, dass es Live-Musik gab und dass die Schauspieler sehr lebendig gespielt haben.

"Was will ich mit meinem Leben tun?"

Diese Frage muss früher oder später jeder von uns beantworten. Auch die Jugendlichen in Dirk Reinhardts Romanen stellen sich diese Frage, doch ihre Entscheidungen sind besonders existentieller Natur.

In Reinhardts jüngstem Werk „Train Kids“ beschließen fünf mittelamerikanische Jugendliche, sich auf den Weg in die USA zu machen, um Familienmitglieder wiederzutreffen, die schon seit Jahren dort sind, oder um ein besseren Leben zu finden. Als blinde Passagiere auf Güterzügen fahren sie quer durch Mexiko und erleben neben vielen Gefahren auch die Kraft der Freundschaft.

In seinem Roman „Edelweißpiraten“ setzt Reinhardt den Titelgebern ein Denkmal. Die Edelweißpiraten waren zur Zeit des Nationalsozialismus Gruppierungen von Jugendlichen im Ruhrgebiet, die zunächst keine Lust auf den Drill in der HJ hatten, sich aber nach und nach zu politischen Widerstandskämpfern entwickelten. Ihren Weg, ihre Aktionen, aber auch die Konsequenzen, die sich daraus ergaben, zeichnet Reinhardt authentisch nach.

Am 28.06.2016 las Reinhardt aus seinen beiden Romanen „Train Kids“ und „Edelweißpiraten“ vor Schülern der 8. und 9. Jahrgangsstufe und konnte insbesondere auch durch seine einleitenden Worte sowie die sich anschließende Gesprächsrunde das Interesse der Schülerinnen und Schüler wecken. Beiden Werken ist gemeinsam, dass sie auf wahren Tatsachen beruhen und dem Schreiben jeweils ca. ein halbes Jahr Recherchearbeit vorausging. Reinhardt fesselte seine Zuhörer dann auch besonders, indem er authentisches Bildmaterial zeigte, auf dem die Vorbilder für seine fiktiven Romanfiguren zu erkennen waren. Während er Fotos und Berichte von „Edelweißpiraten“ vor allem in Archiven fand, reiste er für die Recherche für „Train Kids“ sogar nach Mexiko, um mit Flüchtlingen und Helfern zu sprechen.

Durch die Kombination aus (historischer) Realität und Abenteuer gelingt es Reinhardt, auf hohem Niveau zu unterhalten. Unsere Schüler waren beeindruckt!

Simone Sager

6a: Theaterbesuch 20.000 Meilen unter den Meeren (Schauburg)

Ende Juni 2016 tauchten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a in die dunklen Tiefen der Weltmeere ab, um gemeinsam mit den Protagonisten von Jules Vernes 1869 erschienenem Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ die Tiefsee zu erforschen. Sie begleiteten Professor Aronnax, Ned Land und Kapitän Nemo auf ihrer Reise im U-Boot Nautilus und sahen den schwebenden Tanz einer biolumineszenten Qualle, fuhren durch einen unterseeischen Tunnel vom Roten Meer ins Mittelmeer und erlebten einen Kampf mit einem Hai sowie einen unterseeischen Vulkanausbruch. Mit viel Phantasie wurden die einzelnen Abenteuer der Helden und die Nautilus, ein technisches Meisterwerk, des Kapitän Nemos perfektionistischen Anspruch widerspiegelt, umgesetzt. Ein toller Theaterabend!

Simone Sager

5. Klassen: Welttag des Buches

Am Mittwoch, den 20. April 2016, machten wir, die Klasse 5e, einen Ausflug in eine Buchhandlung – diese hatte den Namen „Kindt“ und war an der U-Bahn-Haltestelle „Forstenrieder Allee“ zu finden. Als wir dort angekommen waren, erwartete uns bereits eine nette Frau, die uns Einiges über Bücher und den „Welttag des Buches“ erzählte. Die Dame erläuterte uns zum Beispiel, wann das erste Buch gedruckt wurde, oder warum der Welttag des Buches genau auf den 23. April und nicht auf einen anderen Tag gelegt ist. Nachdem wir ihrem Vortrag ganz schön lange zugehört hatten, spielten wir ein lustiges Spiel. Die Frau, die uns empfangen hatte, gab sich nun als Kundin aus und wir sollten ihr in unserer Rolle als Buchhändler da bringen, was sie sich an Büchern, Zeitungen, Comics, Stadtplänen, Zeitschriften, Hörbüchern und vielem mehr wünschte. Daraufhin war unser Besuch auch leider schon vorbei.

Allerdings ging es nun nicht nach Hause, sondern in die Stadtbibliothek, die direkt neben an war. Dort erklärte man uns, was es alles in einer Stadtteilbibliothek gibt und wie wir bestimmte Bücher finden können. Dann durften wir auch schon frei in der Bibliothek herumlaufen und uns durch die Bücherregale wühlen. Natürlich mussten wir dabei die geltenden Regeln beachten. Schneller als gedacht war dann auch schon wieder Schluss in der Forstenrieder Stadtteilbücherei, denn wir mussten die U-Bahn erwischen, um pünktlich nach Hause zu kommen. Um Punkt 13.00 Uhr kamen wir dann an der Schule an. Damit war unsere interessante Exkursion beendet.

Klasse 5e

Neugestaltung der Unterstufenbibliothek Lesehöhle

Ab kommendem Schuljahr erstrahlt die Lesehöhle in neuem Glanz. In den letzten Wochen haben wir alte Möbel ausgemistet und neue ausgesucht, die Wände streichen lassen und viel Vorarbeitet geleistet. Nun warten wir noch auf die Lieferung des neuen Mobiliars (Bücherregale, Teppiche, Sitzsäcke und -kissen sowie eine Lounge) und freuen uns schon darauf, dass bald noch schöner geschmökert werden kann! 

Q11/Q12: Macbeth-Inszenierung des Wahlkurses Dramatisches Gestalten

Macbeth – eines der berühmtesten Dramen Shakespeares, ein über 400 Jahre alter Stoff in Blankversen, der so oft aufgeführt und verfilmt worden ist. Und diesen Stoff für die Schulbühne aufbereiten? Nun, warum nicht.

Mir ging es dabei aber nicht darum, das Drama in Kostümen und alter Sprache aufzuführen, sodass die Schauspieler vor Ehrfurcht erstarren, wenn sie das Textheft bekommen. Vielmehr ging es mir darum, das Aktuelle an dem Stück greifbar zu machen und den Gewissenskonflikt Macbeths auf die Bühne zu bringen. Und natürlich standen meine Schüler im Vordergrund: Sie sollten sich als gleichberechtige Darsteller begreifen und sich in der Gruppe und auf der Bühne wohlfühlen lernen. Gar nicht so einfach, denn zu meiner großen Freude hatte ich einen Riesenkurs in diesem Jahr: 23 äußerst willige Q11- und Q12-Schüler.

Damit stand mein Plan: Macbeth als Ensemble-Inszenierung mit 23 gleichberechtigten Darstellern, ohne Bühnenbild und mit möglichst wenig Requisiten. Kostüme: Schwarze Trainingskleidung. Ich vertraute dem Text und meinen Schülern vollkommen, mehr brauchte es aus meiner Sicht nicht.

Veronika Schurli, Spielleitung

 

 

Anfangs waren wir alle etwas verwirrt und skeptisch, als uns Frau Schurli in ihre Pläne für das diesjährige Projekt des Profilfaches „Dramatisches Gestalten“ einweihte. Shakespeare’s Macbeth ist nicht unbedingt ein unbekanntes Stück, jedoch wussten die meisten von uns erst kurz vor den beiden Aufführungen, was Sache war. Die beiden Hauptrollen, Macbeth und seine Frau, Lady Macbeth, sollten nämlich von jeweils vier Leuten gespielt werden. Was uns zunächst verwirrte, stellte sich später als geniale Idee heraus, denn die vier Schüler stellten jeweils vier Charakterzüge der Rolle dar. Dadurch konnte die Entwicklung der Figur in den einzelnen Szenen verständlich dargestellt werden. Dieses Konzept war zunächst auch für die Zuschauer ein Rätsel, doch nach den Aufführungen waren sie restlos begeistert und staunten über eine so gute Inszenierung. Und auch wir Schüler waren ziemlich stolz auf uns, dass wir trotz Klausuren und Abitur doch so ein gutes Stück auf die Beine stellen konnten. Manche von uns blühten in ihrer Rolle regelrecht auf.

Q12

 

Was ich für eine besonders interessante Erfahrung hielt, war, ohne richtige Kostüme, ohne Bühnenbild und mit vergleichsweise wenigen Requisiten auskommen zu müssen. So hatten wir zum Beispiel keinen Hexenkessel und keinen Thron, dafür aber Cheerleader Pom-Poms und Popcorn. Letzteres hatte den praktischen Nebeneffekt, die erschöpften Schauspieler nach den Aufführungen zu stärken. Was ebenfalls zu unserer allgemeinen Erheiterung beitrug, waren die 20 Trickmesser, mit denen man hervorragend so tun konnte, als ob man sich selbst - oder bevorzugt andere -, ersticht. Obwohl wir also eine eher wilde Auswahl an Requisiten hatten, sind wir letzten Endes gut zurechtgekommen und es hat der Aufführung  meiner Meinung nach etwas Besonderes gegeben. Alles in allem war die eher ungewöhnliche Inszenierung nicht nur für die Zuschauer, sondern vor allem auch für uns Schauspieler sehr erfrischend. So war es zum Beispiel bei jeder Probe wieder von neuem lustig, wenn die vier McBeths improvisiert stritten. Alle Beteiligten haben also nicht nur viele Erfahrungen, sondern auch viele lustige Erinnerungen mitgenommen.

 

Q11

 

10f: Terror – Fragen über Menschenwürde und Moral (Metropoltheater)

Die Unantastbarkeit der Menschenwürde ist in unserem Grundgesetz als oberstes Recht aller Menschen festgelegt, das von niemandem und unter keinen Umständen verletzt werden darf. Eine wichtige Frage, die sich stellt, ist also, ob es gerechtfertigt ist, wenn dieses Recht in Form eines Mordes an unschuldigen Menschen verletzt wird, um dadurch den Tod einer viel größeren Anzahl von ebenfalls unschuldigen Menschen zu verhindern. Oder muss selbst dann die Menschenwürde als oberster Wert geachtet werden, weil man Leben niemals mit Leben abwägen darf?

Diese Problematik wird in dem Theaterstück „Terror“ von Ferdinand von Schirach behandelt, das die Klassen 10a und 10f am 25.2.2016 zusammen mit Frau und Herrn Glück sowie Herrn Grüner im Metropoltheater besucht haben.

Auf der Bühne fand der Gerichtsprozess gegen einen Kampfpiloten statt, der ein von Terroristen entführtes Flugzeug mit 164 Passagieren gegen den Befehl seines Vorgesetzten abgeschossen hatte, als die Terroristen drohten, die Maschine auf die mit 70.000 Besuchern besetzte Allianz Arena in München stürzen zu lassen. Während der Gerichtsverhandlung, bei der jeweils ein Plädoyer für den Freispruch und eines für die Verurteilung des wegen 164-fachen Mordes Angeklagten gehalten wurde, hatten die Zuschauer Zeit, sich über ihren eigenen Standpunkt Gedanken zu machen. Denn in diesem Stück spielten sie die Geschworenen. Dementsprechend durfte jeder von uns nach einer kurzen Pause der Aufführung, bei der wir den Raum verlassen mussten, selbst entscheiden, ob er den Angeklagten freisprechen oder verurteilen möchte. Die Abstimmung verlief so, dass jeder Zuschauer beim Wiederbetreten des Theatersaals entweder durch die Tür des Freispruchs oder durch die der Verurteilung gehen konnte und beim Durchgang die Stimme gezählt wurde, wobei man sich natürlich auch enthalten und einen anderen Weg in den Saal wählen konnte. Nach der Abstimmung wurde schließlich das Ergebnis verkündet, nämlich der Freispruch, für den eindeutig die Mehrheit gestimmt hatte.

„Terror“ hat, unabhängig davon, ob die Art der Inszenierung jedem gefallen hat, mit Sicherheit die meisten Besucher zum Nachdenken über ethische Werte und schwierige Fragen zur Moral des Menschen angeregt und damit auch noch lange nach der Vorstellung auf dem Weg nach Hause für Diskussionsstoff gesorgt.

10f

9. Klassen: Jugend debattiert

Nach erfolgreichem Abschluss des Schulwettbewerbs von „Jugend Debattiert“ am Gymnasium Fürstenried hatten wir (Alexandra Kremic, Marek Hirschberg aus der Sekundarstufe I und Isabella Hauber, Julian Otto aus der Sekundarstufe II) am 23. Februar die Möglichkeit zur Teilnahme beim Regionalwettbewerb.

In Begleitung von Herrn Glück erreichten wir das Heinrich-Heine-Gymnasium im tiefsten Südwesten der Landeshauptstadt. Nach einem mehr oder weniger großen kulinarischen Highlight fand sich unsere Gruppe zur Eröffnung in der Aula ein, dort wurden erste Kontakte geknüpft und schon fand man sich in der ersten Debatte zur Streitfrage „Sollen Dialekte in der Schule unterrichtet werden?“ wieder. In der zweiten Debattenrunde, welche ebenfalls Teil der Qualifikation für das Finale war, wurde über „eine Beschränkung der öffentlichen nächtlichen Beleuchtung“ diskutiert.

Mein persönlicher Eindruck war, dass die Debatten auf hohem Niveau abgehalten wurden und dadurch - trotz der größtenteils eher mauen Themen - sehr ertragreich waren und neue Aspekte aufwarfen. Positiv aufgefallen in diesem Kontext ist, dass sich nach Abschluss der Qualifikationsrunden von offizieller Seite nach unserer Meinung zu den Debattenthemen erkundigt wurde - es ist also zu hoffen, dass dahingehend Besserung erfolgt.

In den Genuss der Teilnahme an der finalen Debatte, für welche eigens ein Podium in der Aula eingerichtet worden war, kamen Alexandra Kremic zur Streitfrage „Soll ein Mindestgewicht für Models eingeführt werden?“ und Julian Otto zur Fragestellung, ob bei Kommunal- und Landtagswahlen eine Stimmabgabe in Supermärkten ermöglicht werden solle. Die doch relativ großen Zeitabstände zwischen den beiden Finals wurden musikalisch überbrückt und so kann man von einem insgesamt runden Abend sprechen.

Beide Schüler des Bunkers erreichten in der jeweiligen Finaldebatte ihrer Sekundarstufe den 4. Platz, welcher anschließend mit Urkunde gewürdigt wurde, danach machten wir uns auf den Heimweg und man hatte immerhin noch die Chance, die 2. Halbzeit des Europapokalachtelfinals Juventus – FC Bayern zuhause zu genießen.

Abschließend geht der Dank an Fr. Schurli und Hr. Glück, ohne die die Durchführung und somit auch die Qualifikation für den Regionalwettbewerb undenkbar gewesen wären!

Q11

5e: Theaterbesuch Pinocchio (Residenztheater)

Am Mittwoch, den 16.12.2015, besuchte unsere Klasse, die 5e, das Residenztheater, um das Stück „Pinocchio e la vita cosi“ anzusehen. Nachdem wir unsere Plätze eingenommen hatten, begann die Schauspielerei. Das Stück handelte vom alten Geppelto, der sich einen Sohn wünschte und ihn auch von der fantastischen Fantasma bekam, die mit ihren Zauberkräften einen Jungen aus Holz schnitzte. Diesen nannte Geppelto Pinocchio und dieser erlebte mit seinen Freunden und seinem Vater Abenteuer und kam schließlich in die Schule.

Am besten gefiel uns die Kakerlake Flibberdibik. Das beste Bühnenbild war das unter Wasser, als sie in den Mund des Wattes gespült wurden. Die tanzenden Quellen sahen zauberhaft aus. Insgesamt hat uns der Ausflug sehr gut gefallen.

5e

Exkursion zur Druckerei Fibodruck in Neuried am 07.12.2016

Am Mittwoch, den 7.12.16, sind wir, die Klasse 7a des Gymnasiums Fürstenried, zusammen mit Herrn Körner und Herrn Glück mit dem Bus nach Neuried gefahren, um dort an einer Führung durch die Druckerei Fibodruck teilzunehmen. Anlass zu dieser Exkursion bot unser aktuelles Projekt „Wir schreiben unser eigenes Sachbuch“. Diesbezüglich wollten wir uns infomieren, wie der Prozess zur Herstellung eines Sachbuches vollzogen wird.

In Neuried angekommen, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, welche durch die Büros der sogenannten Vorstufe und durch die Druckereihalle geführt wurden. Im Bereich der Vorstufe wurde uns vor Augen geführt, welche Vorbereitungen getroffen werden müssen, damit am Ende ein fertiges Produkt entstehen kann.

Zuerst wird ein Exemplar einer Broschüre den zuständigen Mitarbeitern zugeschickt, welche das Layout bearbeiten und die Broschüre auf Fehler hin untersuchen. Erst nach eingehender Prüfung kann die Broschüre zum Druck freigegeben werden.

Anschließend wurde der Klasse eine Maschine vorgestellt, die die Druckvorlage aus Aluminium herstellt, was mit Hilfe der vier Grundfarben rot, gelb, schwarz und blau geschieht.

Im Anschluss daran wurden wir in die Maschinenhalle geführt, wo man uns verschiedene Druckmaschinen zeigte. Außerdem wurde uns die Funktionsweise von Stanz- und Schneideapparaten anschaulich erklärt. Zuletzt sahen wir noch eine Apparatur, bei der die einzelnen Blätter eines Prospektes zusammengefasst, getackert und gestapelt wurden. Jede Schülerin und jeder Schüler bekam noch ein Paar Ohrstöpsel um den ohrenbetörenden Lärm in der Maschinenhalle Herr zu werden.

Abschließend begab sich die Klasse 7a wieder zurück zur Schule. Insgesamt war der Ausflug sehr interessant und lehrreich.

Die Klasse 7a

Besuch des Münchner Volkstheaters am 02.12.16

"Es eifre jeder seiner unbestochnen von Vorurteilen freien Liebe nach!"  

Diese Forderung aus Lessings „Nathan der Weise“  von Seiten des Musters an Toleranz und Aufgeklärtheit, Nathan, hat gerade im Zeitalter des religiösen Fanatismus eine Aktualität und Dringlichkeit, welche ihresgleichen sucht.

In diesem Zusammenhang besuchte die Klasse 10B am 2. Dezember 2016  die aktuelle Inszenierung des „Nathan“ im Münchner Volkstheater.

Das dramatische Gedicht handelt von dem Juden Nathan, der, als er von einer Reise zurückkehrt, erfährt, dass seine Tochter Recha fast eines Feuertodes beim Brand seines Hauses gestorben sei. Jedoch habe sie im letzten Moment ein christlicher Tempelherr gerettet. Im Laufe des Stückes verlieben sich Recha und ihr Retter, doch Nathan hat Vorbehalte gegenüber der Liebelei der beiden gegenüber.

Die geschilderte Rettungsaktion spielt in Jerusalem zur Zeit des Dritten Kreuzzuges (1189-1192), wobei Sultan Saladin das Geld für eine Fortsetzung des Krieges mit dem Kreuzfahrerheer fehlt und deswegen Nathan als möglichen Geldgeber auswählt. Der Sultan stellt dem Juden eine Falle und fragt ihn, welche der drei Weltreligionen der Islam, das Christentum oder das Judentum die wahre Religion sei. Nathan antwortet mit der sogenannten Ringparabel und schenkt dem Sultan schlussendlich das heiß ersehnte Geld aus freien Stücken. Am Ende des Dramas treffen sich Hauptfiguren im Palast des Sultans und es stellt sich heraus, dass Recha nur Nathans Adoptivtochter und der Tempelherr ihr Bruder ist. Außerdem sind die Geschwister die Kinder des verstorbenen Bruders des Sultans Saladin. Die Freude ist groß – denn damit bilden auch die drei Weltreligionen des Christentums, Islams und Judentum eine große, quasi weltumspannende Familie – und so endet das Stück.

Das Drama ist ein Paradestück der Aufklärung (1720-1890), deren Leitmotive Vernunft, Menschlichkeit und Toleranz die Säulen des Stücks bilden.

Die Inszenierung im Münchner Volkstheater steht unter der Regie von Christian Stückl und hat uns gefallen, besonders die heiteren Szenen haben uns dabei amüsiert. Allerdings wirkte das Stück gerade am Ende doch etwas durch seine Textlastigkeit langatmig und hätte nach unserem Geschmack gekürzt werden können.

Allerdings kann die Inszenierung anderen Lehrkräften und Klassen empfohlen werden, da die Thematik, namentlich die religiöse Toleranz, auch heute wieder hochaktuell ist und jedem Erdenbürger vor Augen geführt werden sollte. IS, Boko Haram, Pegida, die Anschläge auf Charlie Hebdo oder die neusten Ereignisse in Istanbul: In Anbetracht der politischen Weltlage, in der der Kampf der Religionen sich fatal verschärft und sich in menschenverachtendem Terror ebenso entlädt wie in dumpfen Ängsten und Vorurteilen, ist die Wiederbegegnung mit Lessings Toleranzparabel eine hochbrisante, hochspannende Angelegenheit.

Die Klasse 10B

Kreatives Schreiben - Workshop Poetry Slam der Klasse 10b

Poetry Slam. Was ist überhaupt Poetry Slam? Er bezeichnet das Vortragen von Texten vor Publikum auf eine schauspielerische Art und Weise in Form eines Wettbewerbs. Doch welche Texte sind dafür geeignet? Kurz gesagt: alle möglichen. Diese Texte können ganz verschiedene Inhalte zum Thema haben und in jegliche literarische Formen gepresst werden.

Manche dieser Texte sind traurig, andere wiederum sind sehr witzig.

Ein klassischer Poetry Slam läuft so ab, dass einzelne Poetry Slammer ihre Texte vor einem Publikum vortragen. Der „Slammer", der den größten Applaus von Seiten des Publikums erntet, gewinnt.

Unser Lehrer, Herr Körner, hat uns einen Workshop zum Thema Poetry Siam arrangiert. Bei diesem Workshop besuchten uns zwei renommierte „Poetry Slammer": Fee, die Landesmeisterin der U21-Jährigen und mittlerweile Buchautorin, sowie Carmen Wegge.

Zunächst vermittelten uns die beiden, was Poetry Slam denn sei, indem sie uns zwei Videos zeigten, darunter jeweils ein trauriger und ein witziger Slam. Daraufhin wurden wir von den beiden Workshop-Leiterinnen in zwei Gruppen in unterschiedlichen Klassenzimmern aufgeteilt. Wir starteten mit einer Kennenlernrunde. Es folgte eine Lockerungsübung, bei der wir ohne zu sprechen im Klassenzimmer umher spazieren sollten. Nach einiger Zeit wurde die Übung so abgeändert, dass wir auf Dinge zeigen und deren Namen sagen sollten. Diese Übungen dienten dazu, sich seinen großen Wortschatz vor Augen zu führen.

Im Anschluss daran wurde uns die Aufgabe gestellt, ein Gedicht über die Person zu unserer Linken mit positiven Eigenschaften zu füllen, am besten in der Kombination mit einem Doppelreim. Also fingen wir an zu schreiben. Nach kurzer Zeit wurde die Frage gestellt, wie viele Verse es den werden sollten. Die Antwort zeigte auf, was Poetry Siam tatsächlich bedeutet. „Ist egal", antwortete Fee. Die Ü g endete damit, dass die meisten Schülerinnen und Schüler erkannten, was die wahre Schwierigkeit in Bezug auf den Poetry Slam werden würde: das Vortragen.

Als nächste Übung sollten wir einen fiktiven Filmtitel auf einen Zettel schreiben, um ihn dann zwei Personen nach links weiterzugeben. Warum wir das machen sollten? Um einen Text über eben den fiktiven Filmtitel zu schreiben, den wir bekommen hatten. Während des Schreibens wurde uns endlich klar, was es tatsächlich bedeutet, Poetry Slam-Texte zu schreiben. Es wurde uns klar durch die Antworten auf unsere Fragen, die wir stellten. „Müssen wir uns genau an die Überschrift halten?" „Nein!" „Wie lang soll der Text sein?" „Egal!" „Darf er sich reimen?" „Unwichtig." Was bedeuteten diese Antworten? Dass es sich um eine sinnlose Texterei handelte? Nein! Es hieß Freiheit, Freiheit zu schreiben, wie und was einem gefällt und um es zu präsentieren, wie es einem gefällt.

Als wir unsere Texte fertiggestellt hatten, der Schock! Wir sollten unsere Texte vor der Gruppe und anschließend vor der gesamten Klasse präsentieren! Nach dem ersten Text bekamen wir neue Instruktionen, wie wir denn am besten vortragen sollten: Emotionsgeladen, möglichst frei und durch Modulation der Stimmlage. Wir versuchten dies umzusetzen, was auch immer besser klappte, woraufhin wir noch weitere Texte schrieben.

Jetzt stellten freiwillige Schülerinnen und Schüler einen Text ihrer Wahl vor. Die Person, welche den meisten Applaus erntete, sollte zum Sieger gekürt werden. Der glorreiche Sieger hieß OMAR! Damit endete der Workshop.

 

Klasse 10b

Theaterausflug der Klassen 7a, 7e, 7f in die Münchner Schauburg

Am 4.5.17 besuchten die Klassen 7a, 7e und 7f  in Begleitung der Lehrkräfte Graf, Mayer, Colville, Zischka, Wirrer und Körner das Stück „Magdalena Himmelsstürmerin“  im Jugendtheater Schauburg.

Vor der Vorstellung erhielt die Theatergruppe noch eine 20-minütige Einführung zum Stück und der Theaterkonzeption der Münchner Schauburg.

Magdalena ist 14 Jahre alt, als der Augustinermönch und Theologieprofesor Martin Luther seine 95 Thesen an die Türen der Schlosskirche in Wittenberg schlägt. Das Thema ist der damals weit verbreitete Ablasshandel.

Wie schmutzig das Geschäft ist, hat Magdalena am eigenen Leib bitter erfahren. Bei einem Bergwerksunglück kommt ihr Vater ums Leben und der kleine Bruder wird schwer verletzt. Da die Mutter die Entschädigungssumme nicht für einen Arzt, sondern für einen Ablass ausgibt, stirbt auch er. Daraufhin verliert die Mutter jeden Lebensmut. Sie kann das Haus nicht mehr halten, kommt ins Armenhaus und Magdalena wird zu ihrer Tante nach Wittenberg geschafft.

Magdalena erlebt die Lutherstadt als eine neue Welt. Sie stürmt von einer neuen Erfahrung zur nächsten und das von den Eltern vermittelte altmodische Weltbild bricht zusammen. Sie verliert den Glauben an die Wirksamkeit eines Ablasses. Stattdessen lernt Magdalena die Kunst des Heilens und des Lesens. Auch hört sie die Thesen von Martin Luther und verliebt sich zum ersten Mal in einen Anhänger der Lutheraner. So gerät sie immer tiefer in den Strudel der kirchlichen und politischen Auseinandersetzungen der Zeit.

Ein gelungener Theatervormittag über einen Wendepunkt der europäischen Geschichte aus der Sicht eines Mädchens in einer Welt der Gläubigen und Ungläubigen, der Räuber und Henker, der Händler, der Apotheker, Feuerkünstler, Weltuntergangsprediger, der guten Seelen und mutigen Frauen.

Am Ende der 90-minütigen Vorstellung fuhren die drei Klassen wieder zurück zur Schule. Insgesamt war der Ausflug sehr gelungen und hat allen Beteiligten viel Freude bereitet.

Theaterbesuch der Klasse 10b zu Schillers „Die Räuber“ im Residenztheater

Am Dienstag, den 09.05.2017, besuchten einige Schüler der 10B zusammen mit Herrn Körner und Frau Graf eine Vorstellung von Friedrich Schillers "Die Räuber" im Münchner Residenztheater.

Da wir bereits von drei Mitschülern unserer Klasse ein informatives Referat zum Stück zu hören bekommen haben und wir uns schon lange im Deutschunterricht mit der Epoche des Sturm und Drang befassen, waren wir bestens darauf vorbereitet und freuten uns auf die folgenden drei Stunden, welche die moderne Inszenierung von Ulrich Rasche dauerte. Dank unserer auf dem Balkon liegenden Plätze hatten wir eine gute Sicht auf die Bühne, auch wenn man anmerken muss, dass für die Größeren unter uns nicht allzu viel Platz für die Beine vorhanden war, was gegen Mitte der Vorstellung in leichtem Unmut einiger Schüler resultierte, sich nach der viertelstündigen Pause wieder zu ihren Sitzen zu begeben.

Schillers Stück handelt von zwei Brüdern, Karl Moor und Franz Moor, welche in Ihren Persönlichkeiten und Idealen bzw. Wertevorstellungen unterschiedlicher nicht sein könnten. Zu Beginn fädelt Franz eine Intrige ein, mit dem Ziel seinen Bruder zu enterben und der alleinige Herr des Grafentums zu werden, sobald sein Vater stirbt, was ihm auch gelingt. Als Karl von seiner Enterbung erfährt, gründet er zusammen mit einigen Kumpanen eine Räuberbande und wird ihr Hauptmann. Einige räuberische Gräueltaten später erinnert sich Karl an sein altes Leben zurück und beschließt zum Schloss seines Vaters zu gehen, wo sich die Situation allerdings gravierend verändert hat. Der Vater der beiden Brüder ist scheinbar verstorben und Franz ist nun Graf geworden , noch dazu macht dieser Karls Geliebten namens Amalia den Hof und möchte sie sogar zur Heirat zwingen, doch Amalia ist ihm eindeutig abgeneigt und wehrt sich dagegen. Das Einzige, was sie möchte, ist, ihren Karl zurück zu bekommen. Das Theaterstück endet damit, dass fast alle wichtigen Figuren sterben. Franz begeht Selbstmord ,als er die Räuberbande auf sein Schloss zukommen sieht. Amalia will von Karl getötet werden, als sie bemerkt, dass er Hauptmann einer Rüberbande ist, die viele grausame Taten vollbracht hat. Karl will sich anfangs diesem Wunsch widersetzen, aber bringt sie letzten Endes doch um. Der angeblich verstorbene Vater war überhaupt nicht tot, doch als er erkennt, was sein Sohn für schlimme Dinge getan hat, fällt er ohnmächtig auf den Boden und stirbt daraufhin. Nebenbei schießt sich Schweizer, ein Mitglied der Räuberbande, in den Kopf, da er sein Versprechen gegenüber Karl nicht halten konnte, Franz lebendig zu ihm zu bringen, damit Karl die Möglichkeit hat sich zu rächen. Schließlich entschließt sich Karl, der Justiz zu stellen und seine gerechte Strafe zu ertragen. 

Nachdem wir für Schauspieler und musikalische Begleitung geklatscht, unsere Jacken abgeholt und uns durch die Menschenmassen den Weg nach draußen gesucht hatten, verließ unsere Gruppe etwas erschöpft, aber auch ein Stück kulturell gebildeter das Gebäude , womit der Besuch endete.