GYMNASIUM FÜRSTENRIED
Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium
Vortrag "Naturgefahren und Naturkatastrophen"

Herr Dr. Wolfgang Kron gehört seit Jahren zum wissenschaftlichen Stab der Münchner Rück (Munich Re), dem weltweit größten Rückversicherungsunternehmen. Sein Aufgabengebiet ist die Geo-Risikoforschung, d. h., sein Team untersucht die Klimaänderung sowie den Umfang und die Zahl von Naturkatastrophen, um aus den gewonnenen Daten Vorsorgepakete zu schnüren, die sich nicht nur in versicherungstechnischen Strategien niederschlagen sondern auch ganz handfeste Ratschläge für den einzelnen Bürger beinhalten.
Herr Dr. Kron hatte den Schülerinnen und Schülern der Geographiekurse von Q12 natürlich sehr viel zu erzählen. Frau Teubel, die Herrn Dr. Kron eingeladen hatte, wird sich dabei besonders gefreut haben, dass der lebensnahe Vortrag so zahlreiche unmittelbare Verbindungen zum Lehrplan der Oberstufe enthielt.

Gesteinspraktikum Juli 2015

„Schäumt es oder schäumt es nicht?“

Die Klasse 5f besuchte die Bayerische Staatssammlung

für Paläantologie und Geologie

und absolvierte ein Gesteins-Praktikum

Da sich das Schuljahr langsam dem Ende neigte und die Schüler vor lauter Hitze ohnehin kaum noch für normalen Unterricht zu gewinnen waren, beschloss Herr Nenner, mit der Klasse 5f an einem Gesteinspraktikum im Department für Geo- und Umweltwissenschaften teilzunehmen.

Bei der Ankunft in der Luisenstraße 37, Frau Teubels alter Studienstätte, versuchte sie sogleich, die Schüler von dem Findling vor dem Gebäude zu begeistern. Das Kaninchen, das sich darunter versteckt hatte, weckte allerdings mehr Interesse bei den Kindern als der große Stein aus der Eiszeit, auf dem auch gleich noch wild herumgeklettert wurde. Bald sollte sich dieses Desinteresse an der Gesteinskunde aber ändern. Die zwei Mitarbeiterrinnen Lisbeth Jobe und Pamela Itzelsberger bewiesen in einem zweistündigen Kurs, dass Gesteine keineswegs „spröde“ sein müssen.

Sehr altersgerecht wurde mit Fossilienexemplaren begonnen, zu denen die Fünftklässler allerhand Vorwissen mitbrachten. Es wurde diskutiert, ob es sich dabei um Gesteine handelt oder nicht (ja – tut es!). Schließlich durften die Schüler am Boden des Ganges neben den Vorlesungssälen herumkriechen, um in den Steinplatten 150 Millionen Jahre alte Lebewesen aus dem Tethysmeer zu entdecken. Zur Veranschaulichung wurden neben diese Exemplare dann Gummimodelle oder "Spongebobs" gelegt.
So wurde sichtbar, dass beispielsweise bei dem tintenfischartigen Ammonit die Weichteile (Kopf, Tentakel) schon längst verwest waren und deshalb nur die Schale mit ihren Kammern im Sediment heute noch sichtbar ist. Besonders interessant war bei diesem Lebewesen, dass es sein Auf- und Abtauchen im Meer mit einem kleinen Röhrchen bewältigte, durch das es Wasser in seine Kammern einsaugte bzw. aus ihnen herauspumpte und somit schwerer bzw. leichter wurde.
Neben diesen Sedimentgesteinen (Verfestigungsgesteinen) wurden dann an einer großen Schautafel auch die anderen Gesteinsarten des Gesteinskreislaufs auf sehr modellhafte Weise präsentiert: Die magmatischen Gesteine sowie die metamorphen Gesteine (Umwandlungsgesteine). So lässt sich bei den Umwandlungsgesteinen anhand der Schieferung sehr gut erkennen, von welchen Seiten Druck durch Plattenbewegung ausgeübt wurde.
Nach einer kurzen Frühstückspause durften sich die Fünftklässler dann selbst als Geologen üben. Kleingruppen erhielten dazu Kästen mit Gesteinsexemplaren, von Nagelfluh bis Granit.
Mit den Fingernägeln durften verschiedene Gesteinsexemplare „angeritzt“ werden, um zu überprüfen, welcher Härtestufe sie entsprechen. Auf dem Speckstein (Härtestufe 1) konnten die Schüler leicht Spuren (und vermeintliche Gemälde) mit ihren Fingernägeln hinterlassen. Selbst Gold besitzt nur eine Härtestufe von 2,5 und ist damit sogar weicher als unserer Fingernägel. Nur gegen den Diamanten (Stufe 10) kommt kein anderes Material an. Kein Wunder also, dass es für Bohrkronen beim Zahnarzt genutzt wird (oder auch zum Verschenken als Ring, wie eine Schülerin anmerkte...).
Als nächste Methode wurde die Echtheit von Gold überprüft. Zur großen Enttäuschung der Schüler handelte es sich bei ihren Nuggets nur um „Katzengold“ (Pyrrhit): sie hinterließen eine dunkelgraue Strichfarbe auf einem Porzellanstück, und keine – wie für Echtgold übliche – goldene Kratzspur.

Große Freude bereitete den Schülern auch, an einem großen, schwarzen Gesteinsexemplar zu reiben, der ihre Fingerspitzen schwarz färbte. Nachdem sie sich – wenn auch teils unabsichtlich – die Gesichter mit dem Kohlenstoff bemalt und ihre Fingerabdrücke an allen möglichen Stellen hinterlassen hatten, sollten sie ein ähnliches Gestein in ihrer eigenen Kiste finden. Kaum jemand kam auf die Idee, dass es sich um den Bleistift handelte, der auch in der Kiste lag. Die Mine des Bleistiftes besteht nämlich aus Graphit, einem schwarzen Mineral. Streng genommen müssten wir also von „Graphitstiften“ sprechen (Blei wäre ja auch giftig!).
Zum Schluss durften die Schüler in einem chemischen Experiment prüfen, welche Gesteinsexemplare Kalk aufweisen. Dazu wurde verdünnte Salzsäure mit Pipetten auf die Gesteine geträufelt. Ein Schäumen bedeutete, dass Kalk hier vorhanden und das Gestein deshalb als Ablagerung im Meer entstanden sein muss.
Entgegen jeder Befürchtung, die die Schüler im Vorfeld der Exkursion geäußert hatten, wurden mit der Salzsäure keinerlei Löcher in Finger geätzt.

Mit einer vollständigen Anzahl an Fingern (wenn auch dreckigen) besuchten wir dann noch kurz die benachbarte Ausstellung zu Dinosauriern, die perfekte Selfie-Motive bot.

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RedUse-Veranstaltung - Ein Medienprojekt zum Thema „Ressourcen“

Anfang Dezember kamen Veranstalter des „RedUse“-Programms aus Hamburg zu uns, um die Schüler und Schülerinnen der 7. und 8. Jahrgangsstufe sowie alle Umweltbeauftragten in einem Medienprojekt über das Thema „Ressourcen – Reduce, Reuse, Recycle“ aufzuklären. Zunächst wurden die unterschiedlichen Arten von Ressourcen (nachwachsend, nicht nachwachsend), deren gestiegenen Verbrauch und die damit zum Teil sinkende Verfügbarkeit anhand einschlägiger Statistiken vorgestellt und auch auf die globalen Unterschiede aufmerksam gemacht. So verbrauchen lediglich ¼ der Weltbevölkerung ¾  der weltweiten Ressourcen. Eine kurze Meinungsumfrage innerhalb der Schülerschaft zeigte deutlich, dass sich die Mehrheit darüber im Klaren war, dass wir schonender, also nachhaltiger mit unseren Ressourcen umgehen müssen. Nur wenige Schüler meldeten sich jedoch bei der Frage „Was genau können wir denn nun tun?“. Die Antwort folgte schließlich in einem recht ansprechenden Film. Darin wurden konkrete Umsetzungsbeispiele vorgestellt, welche sich unter den großen drei „R“s zusammenfassen lassen:

  • Reduce: Abfallvermeidung / Verringerung des Abfallvolumens, d.h. seltener neue Konsumgüter kaufen und diese länger verwenden
  • Reuse: Weiterverwendung von Produkten, z.B. durch Abgabe von Sachspenden (beispielsweise in Oxfam-Filialen oder in so genannten „Give-Boxen“)
  • Recycle: Güter richtig entsorgen und sie damit deren Stoffe dem Rohstoffkreislauf wieder zuführen (z.B. Altpapier, Elektrogeräte...)

Im Anschluss an den Film durften die Schüler selbst Stellung beziehen und wurden hoffentlich motiviert, ihre Zukunft mitzugestalten, vielleicht direkt hier in der Schule...

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ISG-Gruppe testet neuen Erdbebensimulator

Mitte März besuchte die ISG-Gruppe des Gymnasiums den neuen Erdbebensimulator im Museum Mensch und Natur.

Bevor die Schüler allerdings kräftig durchgeschüttelt werden sollten, wurde ihr Wissen zum Thema Plattentektonik während einer kurzen Führung durch den Bereich „Unruhige Erde“ des Museums aufgefrischt. Dabei wurde zuerst der Aufbau der Erde wiederholt. Auf den inneren Kern, der mit 6000°C sozusagen den „Ofen“ unseres Planeten darstellt, folgt der etwas „cremigere“ äußere Kern. Der darüber liegende Erdmantel ist aufgrund seines geschmolzenen Gesteins im oberen Bereich zähflüssig und kann, angetrieben durch die Hitze im Erdinneren,  die außen liegende, feste Erdkruste in Bewegung versetzen.

Die unterschiedlichen Platten und deren Bewegungensrichtungen konnten im Museum anschaulich anhand eines 3D-Globus und mehrerer animierter Karten nachvollzogen werden. Jene Plattenbewegungen, die schließlich zu Erdbeben führen können, wurden ausgiebig durch „Fingerhakeln“ geübt. Die Stärke eines Bebens konnte anhand kräftigen Hüpfens seitens der Schüler direkt neben einem Seismographen gezeigt werden.

Nach der kurzen Einführung durften die Schüler dann endlich in einen kleinen Container außerhalb des Museums verschwinden, in dem auf einem Bildschirm Szenen unterschiedlicher Erdbeben (z.B. in Chile, Italien oder Japan) gezeigt wurden. Gleichzeitig bewegte sich der Boden je nach Stärke des Bebens in horizontaler Richtung mit, wobei die stärksten Beben aufgrund zu hoher Verletzungsgefahr nicht nachgebildet werden durften. Dennoch schafften es nur wenige Schüler, sich „freihändig“ auf der Erdbebenplattform zu halten...

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Exkursion der Klasse 7D in das Museum „Mensch und Natur“

Da wir uns in den vorherigen Stunden mit Vulkanen und Erdbeben in Europa und im globalen Maßstab auseinandergesetzt hatten , organisierte unser Geographielehrer, Herr Körner, eine Exkursion in das Museum „Mensch und Natur“ am Scloss Nymphenburg, wo wir in einer Führung zu den geologischen Grundlagen der Erde mehr über Vulkane und Erdbeben sowie zur Plattentektonik erfahren, als auch in einem Erdbebensimulator einige Erdbeben aus den vergangenen Jahren hautnah erleben konnten .

Am 24.11.2016 brachen wir  in Begleitung von Herrn Fischer und Herrn Körner ins Museum auf. Dort besprachen wir erst einmal die Grundlagen des Vulkanismus und wurden anschließend in zwei Gruppen aufgeteilt, die nacheinander in den Erdbebensimulator gingen, um die Erschütterungen vergangener Erdbeben am eigenen Leib erleben zu können. Gleichzeitig wurden im Simulator Videos zu den Auswirkungen der jeweiligen Beben gezeigt. Hiebei wurden der Klasse die verheerenden Ausmaße, wie beispielsweise einstürzende Häuser, Überschwemmungen und Großbrände auf eindrucksvolle Art und Weise vor Augen geführt.

Als wir im Simulator waren und die Kurzclips der Erdbeben Orte gezeigt worden sind , fing es mit den Simulationen an und wir mussten uns festhalten, um nicht hinzufallen, da die Erschütterungen teilweise sehr heftig ausfielen.Wir erlebten sogar ein Erdbeben der Stärke acht auf der Richterskala.

Währenddessen  verblieb die andere Gruppe im Museum und durfte sich frei im Gebäude aufhalten und die Dauerausstellung zur Geologie der Erde betrachten. Dabei erhielten wir die Möglichkeit, die Grundzüge der Plattentektonik und deren Auswirkungen in Form von Auffaltung von Gebirgen, der Entstehung von Erdbeben und Vulkanismus sowie der Bildung von Tiefseegräben auf Informationstafeln und in Form von Modellen nachzuvollziehen.

Nach der 90-minütigen Führung begaben wir uns per Bus wieder zurück zur Schule.

Die Exkursion war sehr informativ und ergänzte die im Unterricht behandelten Inhalte auf anschauliche Art und Weise.

Exkursion der Klasse 8c in den Botanischen Garten - „Pflanzen der Wüsten und der Regenwälder im Vergleich“

Am 28. Oktober 2016 unternahmen wir, die Klasse 8c, gemeinsam mit Herrn Körner und Frau Jag eine Exkursion in den Botanischen Garten. Dort nahmen wir an einer Führung über Wüsten- und Tropenpflanzen teil, ein Thema, welches wir gerade erst im Unterricht besprochen hatten.

Zuerst bekam jede Schülerin und jeder Schüler den Arbeitsauftrag, eine Pflanze zu erfinden, die an bestimmte Begebenheiten angepasst sein sollte, wie beispielsweise an extreme Trockenheit oder an enormen Wasserüberschuss. Dann beschrieben wir Pflanzen der Wüste und deren Anpassungen an die klimatischen Verhältnisse. Anschließend erfuhren wir noch bedeutende Merkmale von Tropenpflanzen, weitere interessante Details über Pflanzen, die im Regenwald wachsen sowie Informationen über Eigenschaften von Wasserpflanzen.

Nach der Führung war jede Schülerin und jeder  Schüler selbst gefragt: Wir bearbeiteten in Vierergruppen eine Gewächshausrallye. In dieser ging es u. a. darum, einzelne Pflanzen anhand von Fotos zu erkennen sowie Merkmale bestimmter Pflanzen zu erarbeiten. Schließlich brachen wir wieder in Richtung Schule auf, aber jeder war um einige Erfahrungen und Wissen reicher.

 

von Carolin Hartleb und Eva-Maria Kastner