Vortrag des Kapitäns der Iuventa Benedikt Funke zum Thema Seenotrettung

Am 14.11.2019 besuchte Benedikt Funke, Kapitän der Iuventa der Organisation „Jugend rettet“ und Crew-Mitglied der Aquarius der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“, das Gymnasium Fürstenried um für die 10. Klassen einen Vortrag über Seenotrettung zu halten.

Zunächst informierte er uns allgemein über die zivile Seenotrettung im Mittelmeer unter Verwendung einer Graphik, welche die Zahlen an Geflüchteten und die Zahlen der Toten sowie die Rettungsorganisationen mit deren Gründungsdaten im Laufe der Zeit veranschaulichte. Im Anschluss daran erläuterte er uns anhand der Gesetze, die im Mittelmeer gelten, die rechtliche Lage. Nach diesen rechtlichen Grundlagen ist ein Kapitän verpflichtet, in Seenot geratene Menschen zu retten und sie schnellstmöglich in einen sicheren Hafen zu bringen. Im Folgenden wurde uns vom Spezialfall der Iuventa berichtet, welche von der italienischen Regierung festgesetzt wurde, da gegen sie diverse Verfahren laufen. Zum Beispiel wurde der Crew der Iuventa vorgeworfen, dass sie den libyschen Schleppern geholfen hätte sowie mit diesen zusammengearbeitet hätte. Als Beweise hierfür hat die italienische Regierung aus dem Zusammenhang gerissene Fotos verwendet.

Ebenfalls hat Benedikt Funke uns von der libyschen Küstenwache berichtet, die seit ein paar Jahren von der EU unterstützt wird, um die Flüchtenden davon abzuhalten, überhaupt den Weg über das Mittelmeer anzutreten. Es gibt außerdem mehrere Seenotrettungszonen, wie die italienische, maltesische und die libysche. In der libyschen Seenotrettungszone rettet die libysche Küstenwache die Geflüchteten und führt sie dann zurück nach Libyen. Dort werden sie in Lager gesteckt, in denen Folter, Missbrauch und Gewalt an der Tagesordnung sind. Zudem ist die Küstenwache unberechenbar und gewaltbereit. Seinen Vortrag beendete Benedikt Funke mit einer Fragerunde, in der er einige Fragen von Schülern beantwortete.

Unserer Meinung nach war der Vortrag sehr gelungen, da er präzise informierte und zum Nachdenken angeregt hat. Der Vortrag war ebenfalls sehr interessant und ansprechend, da Benedikt Funke viele eigene Erfahrungen eingebaut hat. Leider war jedoch die verfügbare Zeit nicht ausreichend, um am Ende alle Fragen der Schüler zu beantworten.

von Sarah Drees (10a) & Lara Kuner (10e)

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